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Fruchtsäure Peeling in der Dermatologie Kosmetik

Peeling bei Akne Narben unreine Haut oder Rosazea

In der medizinischen und ästhetischen Dermatologie erfreuen sich heutzutage chemische Peelings grosser Beliebtheit. Die Wirkstoffbasis kann – ebenso wie die Indikation für eine Peeling-Behandlung – variieren. Ein Fruchtsäurepeeling regt die Hauterneuerung- und Kollagenbildung an, entfernt oberflächliche Hautschuppen und mildert Pigmentierungen.

Das Fruchtsäurepeeling führt zu einem gleichmässigen und gepflegten Hautbild. Behandlungsindikation sind etwa leichte Aknenarben, Rosazea, unreine oder müde wirkende Haut. Ein Peeling mit Fruchtsäure umfasst in der Regel sechs bis acht Anwendungen im Abstand von zwei bis vier Wochen.

Fruchtsäure Peeling auch bei Pigmentflecken und müde Haut

Fruchtsäuren werden aus natürlichen Früchten wie Weintrauben, Zitronen oder Orangen gewonnen. Auf die Haut aufgetragen, führen Fruchtsäuren zu einer oberflächlichen, feinen Schälung. Dieses Gesichtspeeling macht Haut spürbar glatter, reiner und feiner. Sie erscheint frischer, jünger und gleichmässiger. Angewendet wird ein Fruchtsäurepeeling bei Akne, unreiner und grossporiger, aber auch bei fahler und glanzloser Haut. Auch Pigment- und Altersflecken kann man damit sehr gut behandeln.

Das Fruchtsäurepeeling erfolgt in mehreren Sitzungen in aufsteigender Konzentration.

Fakten zum Fruchtsäurepeeling

Arten von Peelings:Fruchtsäurepeels von 10 – 70%, TCA, Jessner, Salicyl

Behandlungsablauf:Auftragen einer chemischen Säure auf die Behandlungsarealemit kurzer Einwirkzeit

Behandlungsdauer:60 Minuten

Gesellschaftsfähig:bei oberflächlichen Peels sofort,

bei stärkeren Säurepeels Ausfallzeit von bis zu 10 Tagen

Behandlungszyklus:1 – 6 Sitzungen

Ergebnis sichtbar:nach 1 – 2 Monaten

Peeling (s), auch „Schälkuren“ genannt, werden zur Verfeinerung und Glättung der Haut eingesetzt. Anders als die Peelings für den Hausgebrauch, sind die dermakosmetischen Peelings von ihren Inhaltsstoffen her weitaus konzentrierter und in ihrem Ergebnis deutlich wirksamer. Peelings gehören zu den nicht-invasiven Behandlungsmethoden und werden sowohl zur Verbesserung der Hautstruktur als auch zur Verjüngung des Hautbildes eingesetzt. Mithilfe der vielen zur Verfügung stehenden Peelings können abgestorbene Hautzellen und oberflächliche Verkrustungen abgetragen, die Talgproduktion verringert, Hautunreinheiten effektiv behandelt und Pigmentstörungen, sonnenbedingte Hautschäden, Falten oder Aknenarben reduziert werden. Aufgrund möglicher Nebenwirkungen bei unsachgemässer Anwendung (z. B. Verätzungen, Narbenbildung, Pigmentverschiebungen) sollten professionelle Peelings NUR von einem Arzt oder einer qualifizierten Fachkosmetikerin durchgeführt werden.

Welche Peelings gibt es?

In der dermatologischen Kosmetik wird zwischen mechanischen, chemischen und Laser-Peelings unterschieden, die in jeweils unterschiedlicher Stärke und Tiefe in die Haut eindringen und für eine Entfernung der oberflächlichen Hautschichten sorgen. Die Dermabrasion und die Mikrodermabrasion gehören zu den mechanischen Peeling-Verfahren, die mittels eines speziellen Schleifinstruments den gewünschte Effekt erzielen. Bei chemischen Peelings kommen verschiedene Säure und Säurekombinationen (z. B. Fruchtsäure, Glykolsäure, TCA, Salicylsäure, Aellas®) zum Einsatz, durch die oberflächliche Hautschichten effektiv abgelöst werden können. Je nach Stärke bzw. Aggressivität der verwendeten Säure wird zwischen oberflächlichen, mitteltiefen und tiefen Peelings unterschieden. Beim Laser-Peeling wird die oberflächliche Hautschicht ganz schonend Schicht für Schicht mithilfe eines Laserlichts spezifischer Wellenlänge abgetragen.

Vor der Behandlung

Vor der Behandlung wird jeder Patient in einem 15 bis 30-minütigen Beratungsgespräch über alle Therapieoptionen sowie mögliche Risiken und Nebenwirkungen aufgeklärt. Der „Ist-Zustand“ wird anhand von Fotos dokumentiert und die therapeutischen Ziele für jeden Patienten individuell festgelegt. Da Peelings eine gewisse Vorbereitungsphase erfordern, wird der Patient im Beratungsgespräch eingehen instruiert und bekommt vom behandelnden Arzt ein niedrig dosiertes Säurepräparat verschrieben, das zuhause auf das Behandlungsareal aufgetragen wird. Dadurch kann die Haut an das Säurepräparat gewöhnt, eine Verdünnung der Hornzellenschicht im Vorfeld erzielt und die Effektivität der anschließenden Behandlung maximiert werden. Bei der Anwendung der verschriebenen Säurepräparate ist den Anweisungen des Arztes unbedingt Folge zu leisten. Am Tag der Behandlung sollte das Behandlungsareal weder rasiert noch mit Pflegeprodukten (z. B. Cremes, After-Shave etc.) behandelt werden. Wird die Behandlung im Gesicht durchgeführt, sollte der Patient wenn möglich ungeschminkt zur Sitzung erscheinen.

Wann darf eine Peeling-Behandlung NICHT durchgeführt werden?

  • Bei stärkeren Hautinfektionen (z. B. Herpesinfektionen) im Behandlungsareal

  • Bei Wunden und/oder starken Hautreizungen im Behandlungsareal (z. B. bei einem Sonnenbrand, nach einer Laserbehandlung)

  • Unmittelbar nach ästhetischen Operationen oder anderen chirurgischen Eingriffen im Behandlungsareal

  • Bei der Einnahme von Vitamin A-Säure-Derivaten (z. B. Roaccutan), da sie die Wundheilung beeinträchtigen können

Während der Behandlung

Die Behandlung wird ambulant durchgeführt und dauert je nach Befund ca. 60 bis 90 Minuten. Mit einer speziellen Lotion wird die Haut im Behandlungsareal gereinigt und das geeignete Peeling dem Hauttyp sowie Hautzustand entsprechend gewählt. Nachdem das Peeling aufgetragen wurde, muss es für kurze Zeit einwirken. Die Einwirkzeit variiert je nach gewähltem Präparat und gewünschtem Effekt. Anschliessend wird die Säure mithilfe einer Lösung neutralisiert und mit Wasser wieder abgewaschen. Während der Behandlung kann besonders bei stärkeren Peelings ein brennendes Gefühl auf der Haut auftreten, das mit kühlenden Umschlägen gelindert wird. Nach leichten, oberflächlichen Peelings folgt eine professionelle Ausreinigung der Haut. Anschliessend werden dermatokosmetische Wirkstoffkonzentrate (Seren) einmassiert und zur Beruhigung der Haut noch eine auf individuell auf den Hauttyp und Hautzustand abgestimmte Maske aufgetragen.

Nach der Behandlung

Direkt nach der Behandlung kann der Patient die Praxis wieder verlassen. Bei sehr empfindlicher und/oder gereizter Haut können unmittelbar nach der Behandlung Rötungen und/oder Schwellungen auftreten, die mit Camouflage oder Puder abgedeckt werden dürfen. Bei tiefen Peelings muss der Patient auch mit Ausfallzeiten rechnen. Nach einigen Stunden oder Tagen beginnt sich die Haut zu schälen. Bei grossflächigen und tiefen Behandlungen kann es auch zu nässenden Hautstellen und/oder einer Krustenbildung kommen, die innerhalb weniger Tage wieder von selbst abheilen. In den ersten Tagen nach der Behandlung sollte auf hautreizende Cremes und/oder Seren (z. B . Aknesalben, Fruchtsäure-Cremes, Anti-Aging-Präparate etc.) verzichtet werden bis die Begleiterscheinungen (Rötungen, Schwellungen, Krusten) abgeklungen sind. Sind weitere Behandlungen vorgesehen sollte mit der Vorbereitungsphase und den verschriebenen Säurepräparaten erst wieder begonnen werden, wenn sich die Haut beruhigt hat. Da die richtige Nachsorge in Form einer geeigneten Hautpflege zum Behandlungserfolg sowie Therapieerhalt massgeblich beiträgt, wird in Absprache mit dem behandelnden Arzt ein individuelles Pflegekonzept (z. B. Cosmeuticals) erstellt, das ganz auf den Patienten und seinen Hautzustand zugeschnitten ist und auch zuhause umgesetzt werden kann.

Was ist nach der Peeling-Behandlung zu beachten?

  • Kein Sport und/oder Saunabesuche am Behandlungstag

  • Keine hautreizenden Cremes und/oder Seren (z. B. Aknesalben, Anti-Aging-Präparate, Fruchtsäurecremes etc.) in den folgenden Tagen auf das Behandlungsareal auftragen

  • Keine Rasur im Behandlungsareal solange die Haut noch gereizt ist

  • Keine Solarienbesuche in den nächsten Wochen

  • Konsequenter Lichtschutz in Form von Sonnenschutzcremes mit hohem Lichtschutzfaktor (mindestens 30 +) für die folgenden Wochen

  • Bei starken, tiefen Peelings kann es zu Ausfallzeiten kommen

  • Bei Folgebehandlungen erst wieder mit den Säurepräparaten zur Vorbereitung beginnen, wenn sich die Haut beruhigt hat

Mögliche Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen nach der Behandlung

  • Brennen im Behandlungsareal

  • Schwellungen und Rötungen im Behandlungsareal

  • Sehr selten kommt es zu nässenden Wunden und/oder einer Krustenbildung

  • Sehr selten treten Wundinfektionen auf

  • Extrem selten kommt es zu einer Narbenbildung

  • Verätzungen bei unsachgemässer Anwendung

Wann sollte die Behandlung wiederholt werden?

Eine Therapie mittels Peelings wird in der Regel in einem Behandlungszyklus von ca. 3 bis 6 Sitzungen durchgeführt, die in Abständen von jeweils 4 Wochen erfolgen. Je nach Befund kann aber auch eine wöchentliche Behandlung zu Therapiebeginn sinnvoll sein. Während des gesamten Behandlungsverlaufs werden die Ergebnisse in regelmäßigen Abständen oder bei Bedarf vom behandelnden Arzt begutachtet. Ist der Behandlungszyklus abgeschlossen, wird über das weitere Vorgehen gemeinsam mit dem Patienten entschieden.

Ergebnis der Peeling Behandlung

Das Ergebnis des Peelings ist schon unmittelbar nach der ersten Behandlung in einem sichtbar srafferen Hautbild zu erkennen. Mit jeder weiteren Sitzung und fortstreitendem Heilungsprozess wird dieser Effekt maximiert. Nach erfolgreicher Therapie sind störende Makel wie Unebenheiten, Fältchen, Pigmentflecken und Narben verschwunden oder zumindest deutlich reduziert. Die gesunde, zarte und straffe Haut sorgt für eine optische Verjüngung und trägt zum allgemeinen Wohlbefinden der Patienten bei.

Fruchtsäurepeeling empfohlen vom Hautarzt 

Fruchtsäurebehandlungen verbessern das Hautbild. Für unsere Haut ist es normal, sich stets zu erneuern und permanent aufzufrischen. Fruchtsäurepeelings unterstützen und aktivieren die Haut bei diesem Prozess.

Sie sind besonders zum Auffrischen des Hautbildes bei grobporiger Haut, bei Akne und Rosacea, bei Pigmentflecken und kleinsten Fältchen geeignet.

Abgestimmt auf Hauttyp, Behandlungsziel und die speziellen Bedürfnisse Ihrer Haut wird ein fruchsäurehaltiges Gel aufgetragen und nach wenigen Minuten wieder entfernt. Je nach Intensität des Peelings kann die Haut für einige Stunden bis zu wenigen Tagen mild gerötet sein und bei tiefergehenden Peelings auch gering schuppen. Die Ausfallzeit für Sie ist  je nach Wahl der Peelingintensität gut steuerbar und kann individuell geplant werden.