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Erkrankungen der Haare - Haarausfall

Haarausfall, kreisrunder Haarausfall bis Alopezie

Haarausfall ist ein sehr weit verbreitetes Leiden und führt häufig zum Hautarzt. Haarausfall ist aus dermatologischer Sicht sehr ernst zu nehmen, da er nicht nur kosmetisch störend sondern für die Betroffenen oftmals psychisch als sehr belastend empfunden wird. Es gibt verschiedene Formen der Alopezie, sehr häufig ist der kreisrunde Haarausfall. Auch andere Erkrankungen der Kopfhaut können zur Alopezie führen. Manchmal reicht die Verschreibung eines Haarwuchsmittels, wie bei der androgenetischen Alopezie.

Mögliche Ursachen für einen verstärkten, über das normale Mass hinausgehenden Haarausfall sind neben der erblichen Komponente (androgenetische Alopezie) auch hormonelle Ursachen, Stoffwechselerkrankungen oder Stress bzw. Minderversorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen der Haare. Daneben gibt es zahlreiche Sonderformen des Haarausfalles wie zum Beispiel die z.B. Alopezia areata. Erkrankungen Haare & Nägel oder auch eingewachsener Nagel sind sehr häufig.

Haarausfall Gründe beim Hautarzt im Skincenter Bern


In einem ersten Termin im Skincenter Bern wird nach der Ursache gesucht das heisst Haarausfall Gründe werden analysiert, ggf. kann bereits eine Behandlung begonnen werden oder es schliessen sich zunächst Zusatzuntersuchungen an.

Erblicher Haarausfall - androgenetische Alopezie

Unter Haarausfall leiden Millionen Menschen. Die häufigste Form des Haarausfalls ist die androgenetische Alopezie oder erblich bedingter Haarausfall. 95 Prozent aller Männer, die unter Haarausfall leiden, sind von dieser Form betroffen. Ursache ist ein kompliziertes Zusammenspiel verschiedener erblicher Anlagen. Die Schlüsselrolle aber spielen die Androgene.

Androgene sind männliche Sexualhormone. Ihr Hauptvertreter ist das Testosteron. Testosteron wird in den Leydig-Zwischenzellen des Hodens und in kleineren Mengen auch in den Eierstöcken und in der Nebennierenrinde produziert. Das Hormon wird in das Blut abgegeben und mit dem Blutkreislauf an die Zielzellen, z. B. die Haarfollikel, gebracht. An den Zielzellen wird mit Hilfe eines Enzyms, der 5-alpha-Reduktase, das Testosteron in seine wirksame Form verwandelt, in das 5-alpha-Dihydrotestosteron, kurz DHT. DHT bindet sehr leicht an den Testosteronrezeptoren der Haut und der Haarfollikel an.

Bei der androgenetischen Alopezie kommt es durch eine erhöhte Empfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber DHT bzw. durch eine Erhöhung des freien Testosterons in Blut zu einer Schrumpfung der Haarwurzel. Diese Schrumpfung führt zu einer Verkürzung der Wachstumsphasen des Haares. Als Folge davon wachsen die Haare schneller und fallen früher aus, als normalerweise. Jedes in einem Haarfollikel neu nachwachsende Haar ist dünner und kleiner, als das vorherige. Man spricht auch von einer Miniaturisierung. Schliesslich stirbt die Haarwurzel ab.

 

Testosteron hat ebenfalls Einfluss auf die Funktion der Talgdrüsen. Bei vielen Männern mit erblich bedingten Haarausfall wird auch eine Überfunktion der Talgdrüsen, eine so genannte Seborrhoe, beobachtet.

Heute kann man immer noch nicht vorhersagen, welchen zeitlichen Verlauf der Haarausfall bei einem Betroffenen annehmen wird. Der Verlauf lässt sich aber durch die Familiengeschichte annähernd abschätzen.

 

Insgesamt ist der Beginn und die Schwere des androgenetischen Haarausfalls sehr unterschiedlich. Häufig beginnt der Haarausfall um das 20. Lebensjahr herum mit der Bildung von Geheimratsecken an den Schläfen, die sich auf den Oberkopf ausweiten und schliesslich zur Bildung einer Glatze führen. Ausgespart bleibt meistens ein seitlicher Haarkranz. Dieses typische Erscheinungsbild wird anhand eines Schemas, des Hamilton-Norwood-Schemas, verdeutlicht, das auch der Diagnostik dient. Etwa 80 Prozent der betroffenen Männer bilden dieses typische Erscheinungsbild aus.

Am wirkungsvollsten haben sich bisher Wirkstoffe erwiesen, die in den hormonellen Entstehungsmechanismus eingreifen. Dazu gehören z. B. östrogenhaltige Haarwässer und Tinkturen. Das Östrogen verhindert, dass sich das Testosteron in den Haarfollikel in seine aktive Form, das Dihydrotestosteron (DHT) umwandeln kann (siehe oben).

Eine weitere Möglichkeit, die nur für Männer zugelassen ist, ist Finasterid. Diese Substanz wird in Form einer Tablette eingenommen und verhindert ebenfalls die Umwandlung von Testosteron in DHT, indem es die 5-alpha-Reduktase hemmt. Finasterid ist verschreibungspflichtig. Die Angaben zur Wirksamkeit schwanken. Etwa 66 Prozent der Anwender entwickeln neuen Haarwuchs, bei 83 Prozent wird für die Dauer der Anwendung der Haarausfall gestoppt. Allerdings dauert es mindestens 3 bis 6 Monate, bis sich erste Erfolge zeigen. Allgemein geht man von 24 Monaten Anwendung aus, bis sich neue Haare gebildet haben. Wird das Medikament abgesetzt, tritt der Haarausfall erneut auf. Spätestens nach einem Jahr ist der alte Zustand wieder erreicht.

Minoxidil ist ein Medikament, das normalerweise gegen Bluthochdruck angewandt wird. Gegen Haarausfall wird es in einer Tinktur zur äusseren Anwendung verabreicht. Der genaue Wirkmechanismus bei Haarausfall ist bisher nicht eindeutig geklärt. Man geht aber davon aus, dass es die Durchblutung der Haarwurzeln anregt und so das Haarwachstum fördert. Die Wirksamkeit liegt bei etwa 30 bis 40 Prozent, wobei sich meistens nur Flaumhaar bildet. Häufig werden Finasterid und Minoxidil in Kombination angewandt. Man geht dabei davon aus, dass durch die durchblutungsfördernde Wirkung von Minoxidil die Wirksamkeit von Finasterid gesteigert werden kann.

Hat sich bei einem Betroffenen eine Überfunktion der Talgdrüsen, eine so genannte Seborrhoe, entwickelt, so kann eine Vermehrung der Talgdrüsen medikamentös gehemmt werden.

Es gibt verschiedene Formen des Haarausfalls, für die es mehrere Ursachen geben kann. Die Behandlung sollte sich an den Ursachen orientieren, um wirksam zu sein. Der hier beschriebene erblich bedingte, hormonelle Haarausfall, die androgenetische Alopezie, unter der 95 Prozent aller von Haarausfall betroffener Männer leiden, ist nicht zurückzuführen ist auf:

·        Stress

·        Ernährungsstörungen

·        Infektionskrankheiten

·        Vergiftungen

Haarwuchsfördernde Mittel, die hier ansetzen, haben bei der androgenetischen Alopezie keine nachweisliche Wirkung Generell gilt, dass eine Behandlung umso erfolgreicher ist, je früher sie beginnt.

 

Oft wird durch die Anwendung von Medikamenten und anderen Präparaten nur ein Aufschub erreicht. Danach werden meistens das Tragen von Haarteilen oder eine Haartransplantation in Betracht gezogen. Perücken und Haarteile können, je nach Grösse und Qualität unterschiedliche Kosten mit sich bringen. 

Eine Haartransplantation ist nicht für jeden Betroffenen geeignet. Entzündliche Prozesse oder eine Autoimmunkrankheit sind Kontraindikationen. Die Methoden sind heute schon sehr weit entwickelt. Bei androgenetischer Alopezie des Mannes übernimmt die Krankenkasse in der Regel die Kosten nicht.